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Trendsport MountainbikeMit dem Fahrrad durch Israel Staatliches Israelisches Verkehrsbüro Sie sollten sich von Anfang an daran gewöhnen, mit einer Hand Rad zu fahren. Denn in Israel grüßen sich Radfahrer ähnlich wie bei uns Motorradfahrer. Ein lässiges Winken und ein freundliches Nicken im Vorbeifahren sind üblich. An Rastplätzen werden diese Gesten durch ausführliche Gespräche und Gutachten über die jeweiligen Drahtesel ergänzt. Mountainbiking hat sich in Israel ebenso zum Trendsport entwickelt wie in unseren Breiten. Das Land aktiv erkundenShimon hat sein Hobby zum Beruf gemacht. Er bietet Radtouren in Israel an. Während er sich ursprünglich auf Israelis konzentrierte, zählen nun immer mehr Touristen zu seinen Kunden. "Insbesondere Europäer schätzen diese Art der Fortbewegung im Heiligen Land. Die Tage der großen Reisebusse sind gezählt. Heute steht die Bewegung im Vordergrund. Unsere Kunden wollen etwas erleben und das Land aktiv erkunden", sagt er etwas überspitzt. Natürlich kann er den Busgesellschaften noch nicht wirklich Konkurrenz machen, aber immerhin läuft sein Geschäft sehr gut. Das Tourenangebot umfasst ganz Israel. Kulturelle Stätten aus allen Epochen der Menschheitsgeschichte eingebettet in unterschiedliche Klimazonen, vier Meere und Menschen aus mehr als hundert Ländern – all das kann man hier in einigen Tagen mit dem Stahlross erkundigen. Radwege sind bestens ausgezeichnet und schlängeln sich selbst durch Israels Metropolen wie Jerusalem und Tel Aviv. Wo kein Platz für Fahrradwege ist, wird seitens der Polizei auch mal ein Auge zugedrückt, wenn Radler die Fußgängerwege zweckentfremden. Selbst Off-Road-Pisten im grünen Galiläa oder der kargen Negevwüste sind gut sichtbar angelegt, sie erfordern allerdings einige Erfahrung – im Radfahren wie im Pannen beheben. Radeln im grünen NordenDie meisten Kunden von Shimon unternehmen Radtouren im Norden des Landes. "Es ist die Verbindung aus der schönen Landschaft und den kulturellen Stätten, die so viele Besucher anzieht", weiß Shimon. "Naturliebhaber scheuen es nicht, in den Höhen des Hermongebirges zu radeln. Sie genießen dort einmalige Ausblicke, Wasserfälle und anspruchsvolles Gelände zum Biken. Etwas weniger sportliche, eher kulturorientierte Gäste fahren gerne um den See Genezareth herum. Dort befinden sich in kurzen Abständen viele Heilige Stätten, wie Tabgha und Kapernaum". Was man bei einer Radreise im Heilige Land besonders berücksichtigen muss? "Man sollte die klimatischen Gegebenheiten beachten", antwortet Menachem spontan. "Im Sommer ist es sehr heiß, insbesondere im Süden. Man muss ausreichend trinken und eine gute Kopfbedeckung mitbringen. Hitzeempfindliche Radler sollten eher im Frühjahr oder Herbst kommen." ![]() Staatliches Israelisches Verkehrsbüro Herausforderung WüstenpisteTobi und Arndt, zwei Freund aus der fränkischen Schweiz, machten sich im Herbst letzten Jahres mit dem Fahrrad auf den Weg nach Israel. "Es war eine besondere Herausforderung für uns, mit dem Fahrrad durch die Wüste zu fahren", erzählt Arndt. "An Berge haben wir uns ja schon gewöhnt, aber die sandige, steinige Piste war mal etwas ganz anderes". "Vor allem, wenn man mit hoher Geschwindigkeit durch die Täler, die Wadis, rast", wirft Tobi ein. In acht Tagen radelten sie von Jerusalem nach Eilat. Während ihrer Tour nutzten sie alle Aktivangebote, die sich boten: Kamelritt, Jeepsafari und Klettertour. Ein Bad in einer der Oasen sorgte stets für eine willkommene Abkühlung. Die beiden Freunde staunten nicht schlecht, als sie entlang der Gewürzroute fuhren und die Stätten der Nabatäer besuchten. Ausgeklügelte Bewässerungssysteme sicherten das Überleben der Handelsleute in der Wüste. Einige dieser Stätten, wie Avdat, Mamshit, Haluza und Shivta, wurden 2005 zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt. Besonders spannend fanden sie auch die Übernachtung in einem Beduinenzelt. "Ich dachte, so etwas gäbe es nur in Büchern", schmunzelt Arndt. Erholung pur in Eilat am Roten MeerIn Eilat angekommen, gönnten sich die beiden Hobbyradler einige Tage Pause. Faul am Strand liegen, ein bisschen Schnorcheln und mit Delphinen schwimmen – das war genau das richtige Programm nach dieser achttägigen Fahrradtour in der Wüste. Den Rückflug traten sie direkt hier an. In weniger als vier Stunden waren sie wieder zu Hause und sehen sich noch heute nach der Stille. Nach der einmaligen Ruhe, die man nur in der Wüste findet. Weitere Informationen beim
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